DIE ZIELGERADE BLEIBT SRC-DOMÄNE

23.03.2015

-SRC Erding verteidigt Meistertitel in der Senioren-Bayernliga-

Senioren-Landesmeisterteam 2015

Foto von links nach rechts: Robert Stelzl, Mike Groß, Wolfgang Rothbacher, Klausi Hora

 

Wie bereits im Vorjahr entschied sich erst am letzten Spieltag, wer sich beim gastgebenden Park-Squash Nymphenburg die Landesmeisterkrone würde sichern können. Bereits zur Saisonmitte stand fest, dass es erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SC Füssen und den Schollbachern geben wird. Allerdings hatten die Allgäuer anders als in der Vorsaison diesmal zum Finalspieltag zwei Punkte Vorsprung im Gepäck. Ein Untentschieden hätte Füssen also gereicht, um den SRC Erding als Landesmeister abzulösen. Bevor es jedoch zum ultimativen Show-Down zwischen den dominierenden Teams in der Senioren-Bayernliga kommen konnte, galt es für beide, erst einmal gegen den HSC Tutzing bestehen. Trotz guter Besetzung musste jedoch der Altmeister gegen die hochmotiverten Titelkonkurrenten chancenlos die Segel streichen, die zwei Ligagiganten überließen dem späteren Endtabellen-Vierten nicht einmal einen einzigen Satz. Damit verteidigte der SC Füssen vor dem alles entscheidenden Match seinen Zwei-Punkte-Vorsprung, und somit war klar: Erding musste unbedingt gewinnen, um Meister zu bleiben. Entsprechend konzentriert ging Klausi Hora in das Eröffnungsspiel gegen Othmar Egger. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten ließ der Neufahrner im Erdinger Dress jede Anfangsnervosität vermissen und holte sich deutlich mit 11:3 den ersten Satz. Egger hingegen wurde seinem Ruf als Spätstarter mit dem Gewinn des zweiten Satzes gerecht (6:11). Der dritte Durchgang war dann von immens langen Ballwechseln und kräftezehrenden Richtungswechseln gekennzeichnet. Hora musste dabei erheblich mehr als sein taktisch kluger Gegenüber investieren, belohnte sich für seinen Einsatz aber nicht und verlor 12:14 im Tie-Break. Im vierten Durchgang blieb Egger bei seiner Marschroute, hielt den Satz bis zum Stand von 6:6 offen und machte dann gegen seinen völlig ausgepumpten Erdinger Gegner die letzten nötigen Punkte zum Score. Zum spielerischen Höhepunkt des Tages avancierte danach der Auftritt von Erdings Nr. eins Wolfgang Rothbacher. Sein bundesligaerfahrener Kontrahent Stefan Oppolzer erwies sich erwartungsgemäß als gleichwertig. Trotzdem konnte der Zillertaler in Erdinger Diensten die ersten zwei Durchgänge mit 11:5 und 12:10 für sich entscheiden. Das hohe Tempo forderte jedoch im dritten Satz unbarmherzig Tribut, mit 8:11 ging dieser Satz an den Füssener. Auch im vierten Durchgang konnte sich Rothbacher nicht entscheidend absetzen. Erst beim Stand von 7:7 verbuchte der ehemalige Weltranglistenspieler die entscheidenden Big-Points und hielt sein Teams damit im Meisterschaftsrennen. Robert Stelzl zeigte dann im Spiel an Pos. zwei gegen Florian Gastl absolute Nervenstärke. Ohne jeglichen Anflug von Nervosität oder Unsicherheit musste Stelzl nur im dritten Satz in den Tie-Break, um mit 3:0 den Court als Sieger zu verlassen und lud somit die Last einer ganzen Saison auf den Schultern von Mike Groß an Pos. drei ab. Der Berglerner zeigte sich anfangs davon tatsächlich auch beeindruckt und gab mit 9:11 den ersten Satz an Philipp Tummer ab. Auch der zweite Satz drohte verloren zu gehen, aber der Erdinger Lokalmatador kämpfte verbissen, bis der Tie-Break mit 12:10 zu seinen Gunsten im Kasten war. Dies wiederum zeigte Wirkung auf Thummer, sodass sich Groß den dritten Satz mit nicht ganz so viel Aufwand mit 11:7 sichern konnte. Der vierte Satz dann begann mit vier unglaublichen Ballwechseln, beide Spieler gingen läuferisch an ihre Grenzen und sogar darüber hinaus. Denn beim Stand von 3:1 für Groß knickte Thummer beim Versuch, einen diagonal sehr hart geschlagenen Ball des Erdingers zu erreichen brachial um und konnte anschließend das Spiel zum Leidwesen der gesamten Liga nicht mehr fortsetzen. Damit war die Meisterschaft entschieden, wenn auch auf eine von den Schollbachern so nicht gewünschte Weise. Obgleich nach Meinung aller Anwesenden und insbesondere auch des Füssener Teamleaders Thomas Wachter der Titelentscheid für den SRC Erding als verdient angesehen wurde, verzichtete SRC-Präsident Klaus Herold in seiner Eigenschaft als Landesverbands-Beauftragter taktvoll auf eine Siegerehrung. Zur anstehenden Deutschen Mannschafts-Meisterschaft im Juni in Krefeld reist Erding nun aber erneut als Bayernligameister an und wird versuchen, auch auf Bundesebene ein sehr gewichtiges Wort um den Titel mitzureden.

Nebenbei verbuchte auch die zweite Erdinger Garte zum Ligafinale ihre ersten und einzigen Punkte. Zwar ging das Spiel gegen den RSC München verloren, aber gegen die favorisierten Squash-Toweraner aus Rosenheim erkämpften Harald Gottlieb, Robert Kennel, Thomas Zehentleitner und Klaus Herold ein Zwei-Punkte-Unentschieden. Zehentleitner wurde damit erneut seinem Nimbus als "Rosenheim-Bezwinger" gerecht, denn der Markt Schwabener hat in den letzten Jahren ausgerechnet gegen diese Mannschaft nicht verloren, egal, wer gegen ihn aufgeboten wurde.

 

ENTSCHEIDUNG ÜBER MEISTERTITEL VERTAGT

28.02.2015

-SRC Erding lässt sich nicht abschütteln-

 

Der vorletzte Spieltag stand in der Senioren-Bayernliga ganz im Zeichen der Top-Teams SRC Erding und SC Füssen. Im heimischen Sportpark Schollbach galt es für beide Meisterschaftsanwärter, den bislang schärfsten Verfolger Park-Squash Nymphenburg auf Distanz zu halten und keine Punkte liegen zu lassen. Dabei hatte es das Elite-Team zum Auftakt etwas leichter, denn der eigenen zweiten Mannschaft kam erwartungsgemäß eher die Rolle eines Aufbaugegners zu. Der SC Füssen hingegen musste mächtig kämpfen, um zuerst gegen die erstarkten Münchner mit 3:1 die Oberhand zu behalten. Dies spielte wiederum Erdings Reserve in die Karten, die sich gleich danach voll auf mögliche Schützenhilfe für Erdings Erste konzentrieren konnten. Und erneut mussten die Allgäuer an ihre Grenzen gehen, rettete aber gegen eine vorbildlich kämpfende zweite Erdinger Mannschaft letztlich trotzdem den Full-Score. Damit befand sich der Park-Squash Nymphenburg in der Rolle des Königmachers, denn würden Erdings Granden straucheln, wäre dies gleichbedeutend mit einer vorzeitigen Füssener Meisterschaft gewesen. Wie gut, dass sich genau zum richtigen Zeitpunkt Erdings Ausnahmespieler Wolfgang Rothbacher wieder einsatzfähig meldete. Wenn auf der Spitzenposition ein Sieg-Spieler aufläuft, ist das meist schon die halbe Miete. Mit diesem Pfund im Rücken fuhr Klaus Hora nach für ihn typisch-anfänglicher Nervosität gegen Michael Haberger einen relativ ungefährdeten 3:1-Erfolg ein. Danach zeigte Rothbacher gegen Farman Khan, warum er zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. Der ehemalige Tutzinger Halbprofi hatte keine Chance gegen den ehemaligen österreichischen Bundesligaspieler und konnte in drei Sätzen nur ganze zwölf Einzelpunkte für sich verbuchen. Robert Stelzl an Position zwei nahm sich daran ein Beispiel und blieb mit nur zehn überlassenen Einzelpunkten gegen Fabian von Schilcher sogar noch unter dem Wert Rothbachers. Zwar war mit dieser 3:0-Führung punkteseitig das Match bereits entschieden, aber wollte man auch nach gewonnen Spielen mit Füssen noch gleichziehen, musste auch Mike Groß noch gewinnen. Sein Gegner Markus Karl erwies sich aber als äußerst unbequem und stemmte sich mit feiner Technik gegen immer noch überragende Laufarbeit des Berglerners. Erst nach 1:2-Satzrückstand knackte Groß den Widerstand seines Gegenübers und sorgte für die totale Ausbeute. Damit fällt also, wie im Vorjahr, die Entscheidung über den Meistertitel zwischen den Herzogstädtern und dem SC Füssen erst am letzten Spieiltag der Saison. Vorausgesetzt, der SRC Erding und der SC Füssen behalten gegen Squash-Tower Rosenheim bzw. HSC Tutzing in den Auftaktbegegnungen die Oberhand, kommt es dann zu einem echten Endspiel um die Ligakrone. Mehr Spannung geht nicht.

SQUASH AUF MESSER`S SCHNEIDE

31.01.2015

-Fortuna zu Gast im Sportpark Schollbach-

Der zweigeteilte fünfte Spieltag in der Senioren-Bayernliga beweist wieder einmal, dass auch die Glückgöttin Spaß an Zitterpartien findet. Nachdem es vor Wochenfrist für Erdings zweite Garde beim Auswärtsauftritt in Tutzing nichts zu holen gab, wollte es das Eliteteam auf heimischen Courts besser machen und möglichst auf Gastgeschenke verzichten. In der ersten Partie des Tages gegen den RSC München gelang dies eindrucksvoll. Trotz Ausfall von Leader John Thornton ließen Erdings Granden den ersatzgeschwächten Hauptstädtern keine Chance und fuhren satzverlustfrei einen sicheren Sieg ein. Die teils bundesligaerfahrenen Squash-Toweraner aus Rosenheim stehen jedoch für gänzlich andere Kaliber. Wohl wissend, dass die beiden SRC-Spitzenpositionen mit Robert Stelzl und Mike Groß so gut besetzt sind, dass eigentlich nur Füssener Auswahlspieler echten Paroli bieten können, legten die Alpenvorstädter ihr ganzes Augenmerk auf die hinteren Partien an Drei und Vier. Nachdem in der Reihenfolge 4-1-2-3 gespielt wird, lastete auf Klaus Hora im Eröffnungsmatch enormer Druck. Sein ausgefuchster Kontrahent Herbert Gassner nutzte die fast schon legendäre Anfangs-Nervosität des Neufahrners und sicherte sich den ersten Durchgang mit 11:8. Gut gecoacht kam Hora in Folge besser ins Spiel und verbuchte die beiden nächsten Sätze mit 11:6 und 11:2 für sich. Der postwendende Satzausgleich von Gassner fiel mit ebenso 11:2 jedoch beängstigend deutlich aus. Beide Spieler ließen danach jede noch so gut gemeinte Taktikanweisung der Kollegen fallen und lieferten sich im Entscheidungssatz ein Duell auf Messer`s Schneide. Mit unbändigem Kampfgeist und einer guten Portion Glück besiegte Hora schließlich erst die Angst vor dem eigenen Matchball und danach den ebenbürtigen Rosenheimer mit 11:9. Wie wichtig dieser Sieg war, zeigte die Schlusspartie an Position drei. Robert Kennel, der seinen verletzten Kapitän John Thornton vertreten sollte, hatte mit Jürgen Hackenberg auch einen schweren Brocken vor der Brust. Nach gleichermaßen fünf langen und pulsfördernden Sätzen lieh sich der Rosenheimer Leader die Gunst von Erdings Fortuna im entscheidenden Moment aus und gewann doublettengleich mit 11:9.

Da auch der SC Füssen parallel zwei Siege einfuhr, bleibt es beim alten 2-Punkte-Abstand zwischen den Allgäuern und Erdings Erster. Alle anderen Teams kommen für den Meistertitel bereits jetzt nicht mehr in Frage. Es wird sich zeigen, ob die Herzogstädter den dauerhaften Ausfall von John Thornton kompensieren und den Füssenern zum Schluss den erwarteten Show-Down liefern können.

Klaus Herold

GRIPPEVIRUS VERDIRBT GIPFELSPANNUNG

29.11.2014

Am letzten Vorrundenspieltag kam es in der Senioren-Bayernliga zum Gipfeltreffen der drei Teams, in den letzten Jahren den Meistertitel abwechselnd unter sich aufgeteilt hatten. Gastgeber SC Füssen ließ deswegen sogar mit Gerhard Schedlbauer den Spieler aus Graz einfliegen, der jemals in der Geschichte des österreichischen Squashsports am höchsten in der Weltrangliste geklettert war. Man freute sich auf das Duell mit Erdings Nummer eins Wolfgang Rothbacher, wie Schedlbauer zu Bundesligazeiten ein Ausnahmespieler. Am Abend zuvor musste dann aber Rothbacher krankheitsbedingt absagen, was für das SRC-Eliteteam eine nicht zu kompensierende Schwächung bedeutete. Auch die Füssener Hausherren bedauerten den Spannungsverlust, verzichteten aber angesichts des aufgelaufenen Zwei-Punkte-Rückstands auf Gastgeschenke und fuhren sowohl gegen die Schollbacher, als auch gegen den HSC Tutzing sichere Siege ein. Zumindest was die Begegnung zwischen dem SRC und dem HSC Tutzing betraf, wollten John Thornton und seine Mitstreiter nicht nachstehen, mit 3:1 gingen zumindest diese Punkte an die Sempt. Der SC Füssen ist nun Tabellenführer, der SRC Erding zwei Punkte dahinter. Dritter mit bereits deutlichem 5-Punkte-Abstand ist nun der erstarkte Park-Squash Nymphenburg. Alles deutet also darauf hin, dass es im März 2015 erneut zum großen Meisterschafts-Show-Down zwischen dem SRC Erding und SC Füssen kommen wird.

Auch Erdings zweite Garde musste ersatzgeschwächt beim Squash-Tower Rosenheim antreten. Sowohl die Gastgeber, als auch der RSC München nutzten die Gunst der Stunde und überließen der SRC-Reserve trotz großer Gegenwehr keine Punkte. Die Serie von knappen 5-Satz-Niederlagen setzte sich fort, sodass die einzige zweite Mannschaft in der Liga auf mehr Glück in den verbleibenden drei Spieltagen hofft.GRIPPEVIRUS VERDIRBT GIPFELSPANNUNG

GENERALPROBE FÜRS GIPFELTREFFEN GEGLÜCKT

08.11.2014

Der zweite Spieltag in der Senioren-Bayenliga stand im Zeichen des vereinsinternen Vergleichs zwischen den beiden Erdinger Teams. Aufgrund der klaren Kräfteverteilung waren Überraschung von vorneherein ausgeschlossen. Erding 1 gewann sicher 4:0 und drei Punkte. Beide Mannschaften sahen daher die Matches hauptsächlich als Gelegenheit, sich gegenseitig für die zweiten Aufgaben an diesem Tag warmzuspielen. Erdings zweite Garde hatte mit dem SC Füssen dabei das schwerere Los vor der Brust. Der Vizemeister und schärfster Titelkonkurrent von Erding 1 präsentierte sich erwartet gut. Trotz enormer Gegenwehr von Manfred Wiesbeck, Klaus Hora, Khaled Nasser und Stefan Neidl gingen die Punkte ins Allgäu. Aber auch Erdings Eliteteam war gewarnt, hatte doch der gastgebende Park-Squash Nymphenburg bereits zu Saisonauftakt dem favorisiertem HSC Tutzing die Stirn geboten und ein Unentschieden abgeknöpft. Das gleiche Kunststück gelang den Münchnern im Spiel gegen den SC Füssen abermals und leistete damit dem SRC Erding unerwartete Schützenhilfe im Titelkampf. Entsprechend konzentriert ging Neuzugang Harald Gottlieb im Eröffnungsspiel an Pos. vier zu Werke und brachte mit einer taktisch klugen Leistung die Semptstädter satzverlustfrei in Front. Gleich danach bewies Robert Stelzl, dass er auf der Spitzenposition mittlerweile als echter Siegspieler avanciert ist. Er blieb gegen den in der Sommerpause von Tutzing zu Nymphenburg gewechselten Halbprofi Farman Khan immer cool und hatte mit Ausnahme des dritten Satzes das Heft immer fest in der Hand. Aber mit einer 2:0-Führung im Rücken hatte Stelzl das nötige Selbstvertrauen getankt, um auch den dritten Durchgang im Tiebreak mit 13:11 letztlich für sich zu entscheiden. Ganz Squashdeutschland weiß, dass mit Mike Groß und Leader John Thornton die Schollbacher auf den beiden Mittelpositionen fast schon luxuriös bestückt sind. Beide Spieler brachten ihre Matches in unnachahmlicher Manier ungefährdet nach Hause und machten damit den Full-Score und die alleinige Tabellenführung perfekt. Somit kommt dem nächsten Spieltag am 29.11. beim SC Füssen hochbrisante Bedeutung zu, wenn es zum Ende der Vorrunde zum Gipfeltreffen gleichzeitig gegen den Gastgeber und Altmeister HSC Tutzing geht.