Wir über uns

Es war einmal

im Juni 1980 fanden sich 34 Squash-Begeisterte in der damaligen Bahnhofsgaststätte Dangl (heute Kastanienhof) zur Gründung des Squash-Racket-Club Erding e.V. ein.

Die Vorstandschaft des neu gegründeten Vereins setzte sich wie folgt zusammen: Willy Niehaus 1.Vorstand
Fred Schwarz 2.Vorstand
Arno Huber 3.Vorstand, Kassier

Der Spielbetrieb wurde in der mit 6 Courts ausgestattenen

Squashanlage in Erding in der Landgestütstraße 10 aufgenommen, die der Betreiber Fred Schwarz am 9. Oktober 1979 eröffnet hatte.

Der Ligaspielbetrieb wurde in der Spielzeit 1981/82 mit zwei Mannschaften in der Bezirkslage bzw. in der Kreisliga aufgenommen.

In den folgenden Jahren profitierte der Verein davon, dass sich Squash in ganz Deutschland zu einer absoluten Boom Sportart entwickelte. Zum Einen stieg die Zahl der Mitglieder auf fast 100, zum Anderen nahmen in den 80-er Jahren bis zu 3 Herren- und 2 Damenmannschaften am Spielbetrieb in Bayern teil.

Nach nur zweijähriger Amtszeit trat im Jahr 1982 der 1. Vorstand Willy Niehaus aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück und machte dem neuen Präsidenten Dieter Grimm Platz, der einstimmig zum neuen 1. Vorstand gewählt wurde. Damit setzte sich der neue Vorstand wie folgt zusammen:

Dieter Grimm 1.Vorstand
Fred Schwarz 2.Vorstand
Arno Huber 3.Vorstand, Kassier

Der rege Spielbetrieb, der sich in gut besuchten Clubabenden und engagiertem Mannschaftstraining niederschlug, zeitigte erstmals auch sportliche Erfolge, als Fred Schwarz 1986 in Hamburg bei seiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Seniorenmeisterschaft den 2. Platz belegte.

Als der Verein im Jahr 1990 mit einem großen Turnier sein 10-jähriges Bestehen feierte, bei dem der damalige 2. Erdinger Bürgermeister Jakob Mittermeier die Ansprache hielt, ahnte noch niemand, dass die Tage der Squashanlage in der Landgestütstraße gezählt waren. Im März 1992 war es schließlich soweit, dass die Anlage im Zuge der Neugestaltung des Landgestüts einem Wohnhausblock weichen musste.

Der nunmehr heimatlos gewordene SRC Erding wechselte behelfsweise in die Sportanlage Neufinsing, die mit 6 Squashcourts einen Übergangsspielbetrieb ermöglichte. In der Zwischenzeit hatte Fred Schwarz mit dem Sportpark Schollbach in Erding eine große, moderne Multifunktionshalle erbaut, die mit 7 Squashcourts im Februar 1994 eröffnet und die für den SRC Erding zum neuen Domizil wurde.

Die neue Anlage wurde in der Folgezeit zum Schauplatz großartiger Turniere und spannender Mannschafts wettkämpfe, bei denen auch die Erdinger Squasher zum Teil ganz oben mitmischten. Für die sportlichen Einzelerfolge sorgte vor allem der Lokalmatador Fred Schwarz, der 1996 in Dortmund bei der ersten Internationalen Deutschen Squashmeisterschaft abermals Vizemeister wurde. Im Jahr 1997 schaffte er in Coburg erstmals den Sprung ganz oben aufs Treppchen und wurde Deutscher Seniorenmeister. Diesen Erfolg konnte er im Jahr 1998 mit seinem zweiten Titel wiederholen, als der SRC Erding die Deutsche Seniorenmeisterschaft im Sportpark Schollbach mit einem Feld von 126 Teilnehmern austrug. Ein Jahr später konnte Fred Schwarz dann auch das international besetzte Senioren-Squashturnier in Szeged/Ungarn gewinnen.

In der Spielzeit 1996/97 trug endlich die unermüdliche und engagierte Jugendarbeit des Vereins Früchte; denn die Jugendtrainer Manfred Wiesbeck und Klaus Dobmeier konnten erstmals eine Jugendmannschaft in den Spielbetrieb schicken.
Einen Wechsel in der Vorstandschaft brachten die Wahlen in der Jahreshauptversammlung 1997. Der bisherige 3. Vorstand und Kassier Arno Huber trat berufsbedingt nach 16 Jahren zurück und wurde von Peter Scharl in diesem Amt abgelöst.

Gegen Ende der 90-er Jahre war klar, dass der Squashboom der 80-er Jahre end gültig der Vergangenheit angehörte. Die Hinwendung vor allem der jugendlichen Klientel zu trendigen Fun- und Event-Sportarten mit coolen Accessoires bescherte der Sportart Squash, von jeher mit dem Image „Kampf und Schweiß“ behaftet, stark schwindendes Interesse. Diese Entwicklung bekam auch der SRC Erding in Gestalt abnehmender Mitgliedszahlen und reduziertem Ligaspielbetrieb (in der Spielzeit 2001/02 nur eine Mannschaft) deutlich zu spüren. Der Übergang vom leistungs zum freizeitorientierten Spielbetrieb war nicht aufzuhalten.

In diese Zeit, in der andere Clubs verstärkt zum Aufgeben gezwungen waren, fiel im Juni 2000 die 20-Jahr-Feier des SRC Erding. Der Verein ließ sich aber die Stimmung nicht verdrießen und veranstaltete zu diesem Anlass ein international besetztes Turnier mit Teilnehmern aus der Schweiz und aus Ungarn. Die Feier fand ihren Abschluss mit einem geselligen Beisammensein im Freien, das der erste Bürgermeister der Stadt Erding, Karl-Heinz Bauernfeind, mit einer launigen Festansprache abrundete.

Diese Feier stellte zugleich die letzte größere organisatorische Bewährungsprobe für den Vereinspräsidenten Dieter Grimm dar. Wegen einer langwierigen Knieverletzung hatte er dem Squashcourt schon vor längerer Zeit Lebewohl sagen müssen und stellte deshalb nach 18-jähriger Amtszeit bei der Hauptversammlung 2000 sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger stellte sich der Mannschaftsspieler Manfred Wiesbeck zur Verfügung, der nicht zuletzt wegen seiner Nähe zu den Freizeitspielern als ideale Integrationsfigur in dieser Zeit sportlicher Neuorientierung einstimmig in dieses Amt gewählt wurde. Der neue Vorstand setzt sich derzeit also wie folgt zusammen:

Manfred Wiesbeck 1.Vorstand
Fred Schwarz 2.Vorstand
Peter Scharl 3.Vorstand, Kassier

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit definierte die neue Vorstandschaft nunmehr über eine weiter engagierte Jugendarbeit, den Wiederanstieg der Mitgliederzahlen durch gezielte Akquise potenzieller Interessenten sowie die Stärkung der Außenwirkung des Vereins über das Medium Internet und die Veranstaltung von Freizeitturnieren.

Das bislang letzte sportliche Glanzlicht des Vereins setzte wiederum Fred Schwarz im Jahr 2001 mit dem Gewinn seines dritten Meistertitels in Regensburg bei den Squash-Senioren.

Bereits im Jahr 2000 war eine aus drei Vereinsmitgliedern bestehende Mannschaft zu einem Squash-Seniorenturnier nach Szeged/Ungarn gereist. Der dortige Anlagenbetreiber Miklos Papai war ein Jahr zuvor zufällig bei einem Zwischenstopp im Sportpark Schollbach hängengeblieben und hatte an den SRC Erding die Einladung zu besagtem Turnier ausgesprochen. Es sollte nicht bei dieser einen Einladung bleiben, denn mittlerweile hat sich der SRC Erding bei diesem jährlich stattfindenden Einladungsturnier in Szeged mit wechselnder Besetzung als feste Größe etabliert.

Dass der SRC Erding in der Lage ist, nicht nur Gäste zu Turnieren zu entsenden, sondern selbst auch bedeutende Turniere zu veranstalten, bewies er im Jahr 2003, als er vom 20.-22. Juni die ersten Erdinger Squash Open ausrichtete, zu denen als Teilnehmer Spieler aus der Region, aus West- und Norddeutschland, aus der Schweiz sowie Gäste aus dem besagten Szegeder Freundeskreis kamen. Das Turnier konnte aus Sicht der SRC-Veranstalter mit Fug und Recht als Erfolg bezeichnet werden, und auch seitens der Gäste gab es durchwegs zufriedene Gesichter.

Angespornt von dieser Erfolgsgeschichte nahm die Vereinsführung das nächste Großereignis ins Visier, nämlich die Ausrichtung eines Einladungsturniers zum 25 jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 2005 . Vorher noch galt es in 2004 den Aufstieg der Senioren in die Bayernliga zu feiern, wo man sich mit einem 4. Platz am Ende auf Anhieb den Respekt der gesamten Liga erwarb. So fand das Jubiläumsturnier als krönender Abschluss einer richtungs-weisenden Saison großen Anklang, weit über die weißblauen Grenzen hinaus. Neben Teilnehmern aus halb Deutschland konnte Turnierleiter Thomas Zehentleitner auch einen ganzen Bus mit ungarischen Squashern aus Szeged begrüßen, die sich damit für den Besuch der kleinen Erdinger Abordnung aus 2003 eindrucksvoll revangierten. Viele spannende Spiele, ausgetragen in vier Klassen, sowie ein hervorragendes Begleitprogramm und perfekte Organisation erwiesen sich als würdiger Rahmen für diesen Event in einer Zeit, in der die meisten Clubs aus den Anfangsjahren schon lange nicht mehr existierten.

Trotzdem ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand, dass noch eine Steigerung folgen sollte. Möglich wurde diese in der Hauptsache durch Neuzugang John Thornton , der eigentlich seine Squashlaufbahn schon beendet glaubte, jedoch in einem engagierten Erdinger Team seinen zweiten Frühling und eine neue Heimat fand. Thornton, schon maßgeblich mitverantwortlich für den Aufstieg 2004 , spielte 2005/2006 eine überragende Saison und führte seine Mitstreiter Felix Steinkampf, Helmut Pfleger, Thomas Zehentleitner, Manfred Wiesbeck, Klaus Herold und Gastspieler Terry Glennon zum Meistertitel der Senioren-Bayernliga. Unvergesslich wird wohl allen Spielern und Fans der letzte Saisonspieltag in Erinnerung bleiben. Die Squash-Insel Taufkirchen, bis dahin selbst noch amtierender Meister, platzte aus allen Nähten und war fest in Schollbacher Hand. Nach der kalkulierten Auftaktniederlage gegen das Heimteam fielen gegen den SC Martinsried die Siegpunkte von Manfred Wiesbeck und Felix Steinkampf innerhalb von nur 15 Sekunden, Helmut Pfleger und John Thornton machten im Anschluss den totalen Triumph perfekt.

Dieser Erfolg bescherte dem Verein ungewohnt hohe Aufmerksamkeit durch Presse und Rundfunk, was auch manchem Sponsor nicht verborgen blieb. So wurde das Meisterteam auch bei der wenige Wochen später in Köln stattfindenden deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft in neuen Trainingsanzügen mit dem Erdinger-Weißbier-Logo auf der Brust gesichtet. Beim ersten Auftritt auf nationalem Parkett erreichte der Bayernmeister unter 21 Teams Platz 7. John Thornton brachte dabei das Kunststück fertig, ohne Niederlage zu bleiben und dabei quasi im Alleingang die beiden belgischen Meister Bert van Donink und Jean-Marc Fraipont in hochdramatischen Spielen nacheinander zu besiegen.

Wieder zurück auf heimischen Terrain mussten dann die Vereinsverantwortlichen feststellen, dass die damalige Geschäftsleitung des Sportparks willkürlich schlechtere und damit für den Verein unannehmbare Rahmenbedingungen für die weitere Zukunft einseitig beschlossen hatte. Nachdem mehrere Gütetermine ergebnislos blieben, entschied sich der Vorstand unter Beibehaltung des Vereinsnamens in das Sport-In-Form-Center nach Neufahrn zu wechseln. Dieser Schritt stellte den Verein vor eine gewaltige Zerreißprobe, aber vor allem die Mannschaftsspieler trugen die Entscheidung mit, sodass sogar ein zweites Seniorenteam in der Landesliga den Spielbetrieb 2006/ 2007 aufnehmen konnte. Die Gastmannschaften gewöhnten sich schnell an die neuen Gegebenheiten, und ganz nebenbei bekamen die Schollbacher Exilanten merklichen Zulauf aus etablierten Spielern des Neufahrner Centers, die sich sowohl aus sportlichen Aspekten als auch für das Vereinsleben als echter Gewinn erwiesen. Zwar jagte eine in dieser Saison unbezwingbare Dachauer Mannschaft den Semptstädtern die Meisterkrone wieder ab, aber neben dem souveränen Vizetitel freuten sich Erding`s Beste über das erneute Startrecht bei den anschließenden deutschen Meisterschaften. Musste man sich als Neuling im Vorjahr bei der Konkurrenz erst einmal einen Namen machen, ging der bayerische Vizemeister dieses Mal als gesetztes Team an den Start und rechtfertigte die Vorschusslorbeeren mit einem hervorragenden 5. Platz unter nun 28 Teilnehmern. Dieser Erfolg wurde danach auch gebührend mit einem großen Sommerfest auf der Terrasse des NH-Hotels in Schwaig gefeiert.

Im Sommer 2007 verschlechterten sich dann die Spielbedingungen im Neufahrner Center merklich. All zu oft waren Courts bei Regen oder wegen schlechter Lichtverhältnisse unbespielbar. Nahezu zeitgleich warben die neuen Verantwortlichen des Schollbacher Centers mit einem runden Konzept um die Rückkehr des Vereins, sodass die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung den erneuten Centerwechsel letztlich mit großer Mehrheit beschlossen.

Dem sportlichen Erfolg tat die Heimkehr nach Erding keinen Abbruch. Erneut nahmen zwei Senioren- und ein Herrenteam den Ligaspielbetrieb 2007/2008 auf und setzten sich allesamt bis Jahresende an der erweiterten Tabellenspitze fest. Außerdem freuten sich viele bis dahin etwas „heimatlose“ Freizeitspieler über das neue Vereinsgefüge, was seitdem kontinuierlich steigende Mitglieder zahlen beweisen.

Derart gesund und gefestigt konnten anläßlich der Vorstandswahlen im März 2008 Manfred Wiesbeck, Thomas Zehentleitner und Peter Scharl die Vereinsbelange guten Gewissens in neue Hände legen:

Klaus Herold 1.Vorstand
Frank Halatsch 2.Vorstand
Andreas Murgas 3.Vorstand, Kassier

Der Konflikt um die Ereignisse aus 2006 mit der ehemaligen niveauarmen Centerleitung und die damit verbundenen enormen Belastungen um das prinzipielle Fortbestehen des Vereins hatten Spuren hinterlassen.

Im Rahmen des Sommerfestes 2008 würdigte die neue Vorstandschaft noch einmal in diesem Zusammenhang die außerordentlichen Verdienste der ausgeschiedenen Vorstände. Wären zu Beginn des Konflikts in 2006 die damals Verantwortlichen andere gewesen, hätte der SRC diese Krise niemals überlebt. So aber nahmen sich quasi als Abschiedpräsent alle Teams an Standfestigkeit und Willensstärke ein Beispiel und warteten mit hervorragenden Ergebnissen auf. Die Bayernliga-Seniorenequipe verteidigte den Vizetitel aus dem Vorjahr, wobei man abermals nur knapp der Squash-Insel Dachau den Vortritt lassen musste. Gleichzeitig stieg das Landesliga-Seniorenteam durch großen Mannschaftsgeist seinerseits in die Bayernliga auf, was die gewaltige Präsenz der Schollbacher im Seniorenbereich zu dieser Zeit unter Beweis stellte. Völlig unerwartet verabschiedete sich zu guter Letzt auch noch die Herrenmannschaft aus der niederklassigen Bezirksliga, machte in der Folge jedoch aufgrund adäquatem Spielermaterials vom Aufstiegsrecht keinen Gebrauch.

Das zweifellos absolute Highlight dieser Saison lieferten die Senioren auf der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft ab, die abermals in Köln ausgetragen wurde. Nach mehr als einem Jahrzehnt gelang es John Thornton, Norbert Haimerl, Sepp Reif, Terry Glennon, Mike Groß, Klausi Hora und Klaus Herold, in die Phalanx der dominierenden Teams aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einzubrechen und ein bayerisches Team auf’s Treppchen zu hieven. Der 3. Platz wurde dabei erst nach einem hochspannenden Viertelfinalsieg gegen Dachau erreicht, was als eindrucksvolle Revanche für die Niederlagen in den letzten zwei Meisterschaftsrunden auf Landesebene gelten durfte. Mit diesem Triumph rückte der SRC Erding seither für alle sichtbar nun auch bundesweit zur Elite dieser Spielklasse auf.

In dieser Zeit vermeldete der Verein einen höchst prominenten Neuzugang. Sabine Tillmann, die 17fache Meisterin und beste deutsche Spielerin aller Zeiten, beendete ihre selbstgewählte dreijährige Auszeit vom Squashsport und schloss sich den erfolgreichen Erdingern an. Nach Erreichen des Alterslimits zielte die ehemalige Weltranglistensechste auf ein Comeback in der Seniorenliga. Allerdings mussten hierfür die bayerischen Verbandsobersten erst überzeugt werden, die Statuten zu ändern und Frauen im männlich dominierten Seniorenspielbetrieb zuzulassen. Anfängliche verbindliche Zusagen für eine Ausnahmeregelung wurden plötzlich zurückgezogen, was den Verantwortlichen bundesweit heftigste Medienschelte einbrachte. Erst als der Druck zu groß wurde, trat man die Flucht nach vorne an und erteilte mitten in der Saison generelle Spielgenehmigungen für Damen in Seniorenriegen. Hiervon unbeeindruckt waren beide Teams die Saison 2008 / 2009 mit Bravour gestartet und schafften es letztlich bis in die Play-Offs der besten vier Mannschaften. Dort erwies sich Tillmann als echte Verstärkung und holte so mit ihrer neuen Equipe zum zweiten Mal nach 2006 den Meistertitel an die Sempt.

Bei den anschließenden deutschen Meisterschaften schlugen erstmals zwei Erdinger Mannschaften auf. Bei Erding II ging es um eine gute Platzierung im Konzert der Bundesbesten, was mit Rang 11 unter 16 Clubs auch gelang. John Thornton, Norbert Haimerl, Sabine Tillmann, Sepp Reif, Mike Groß und Klausi Hora hatten dagegen nach Platz 3 im Vorjahr erneut das Podest ins Visier. Nach einer souveränen Vorrunde mit ungefährdeten Siegen gegen die Squash-Moskitos Waiblingen, dem Alsdorfer Squash-Club und Cadillac Eschweiler nahm das Turnier am 2. Tag im Viertelfinale gegen den ACR Köln richtig Fahrt auf. Doch erst der befreundete SC Bochum erwies sich im Halbfinale als der erwartet harte Prüfstein. In hochdramatischen Spielen setzte sich schließlich der Bayernligameister gegen den Ruhrpottclub durch, und die Freude über die Vizemeisterschaft konnte auch die Finalniederlage gegen den Bundesligazweiten RC Black & White Worms nicht trüben.

Für John Thornton hatte das Match gegen Worms'  Matthias Scholl besondere Bedeutung, denn es war sein letztes im SRC-Dress. Nach fünf überaus erfolgreichen Jahren und einer unvergleichlichen Historie wechselte der symphatische Engländer schweren Herzens als Manager zum Bundesligisten TBS-Sharks Augsburg und bekam für seine Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Mit John Thornton ging nicht nur ein Kapitän von Bord, der wie kein Zweiter für Mannschaftsgeist und Integration stand. Auch auf sportlicher Ebene musste der Club entscheiden, entweder die neue Saison 2009 / 2010 ohne echte Nummer eins zu bestreiten, oder einen passablen Ersatz zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf den Engländer Martin Levens, der lange in Diensten des RSC München stand und vor drei Jahren Deutschland aus beruflichen Gründen den Rücken gekehrt hatte. Levens war sofort bereit, das SRC-Trikot überzustreifen und wurde am Ende dafür prompt mit dem Meistertitel belohnt. Für ihn war es der Erste, für den SRC nun schon bereits der Dritte, davon der Zweite in Folge. Weder der alte Rivale Squash-Insel Dachau, noch die aufstrebenden Mannschaften SC Füssen und TBS-Sharks Augsburg konnten die Schollbacher stoppen. Unter insgesamt zehn Teams erfüllte Erding II mit Platz sechs ebenfalls alle Erwartungen und beendete damit die enorm lange Runde als bestes Reserveteam.
 
Bei den anschließenden Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften nahm der Bayern-Vertreter erneut das Treppchen ins Visier. Ganz nach oben würde es nicht reichen, das war bereits nach der Meldung von Schängel SC Koblenz klar. Der neunmalige Deutsche Meister bot mit Stefan Leifels, Oliver Pettke, Guido Kirschbaum, Andreas Hubbert und Thomas Geiermann ein Team auf, welches in der 1. Bundesliga mit guten Chancen um den Titel hätte mitspielen können. So gab man als Mindestziel das Halbfinale aus, was durch souveräne Siege gegen SC Hückelhoven, Cadillac Eschweiler II, Squash-Pointers Gießen und den Squash-Moskitos Waiblingen auch locker erreicht wurde. Im letzten Gruppenspiel wartete jedoch der Vorjahresmeister SC Black & White Worms, und dieser entkam knapp mit 3:2 der eigentlich geplanten Revanche. Als Gruppenzweiter konnten Martin Levens, Norbert Haimerl, Sabine Tillmann, Mike Groß, Sepp Reif und Stefan Neidl die Begegnung mit den dominierenden Koblenzern nicht vermeiden, was den Verlust des Vizetitels bedeutete. Da sich der SC Bochum im anderen Semifinale gegen Worms durchgesetzt hatte, traten kurioserweise die Schwarz-Weißen im Spiel um Rang drei zum zweiten Mal an dem Tag gegen die Erdinger an. Anders als nur Stunden zuvor zogen die Rheinländer dieses Mal aber mit 1:4 den Kürzeren und mussten somit den begehrten letzten Podestplatz dem SRC überlassen.
 
Im Spätsommer 2010 lud der SRC Erding zum vorerst letzten Großereignis - und die fällige 30-Jahr-Feier sprengte alles bisher Dagewesene. Von langer Hand vorbereitet und bei hocheffektivem Einsatz des extra dafür ins Leben gerufenen Festausschusses gelang es, den 50 geladenen Teilnehmern und deren Anhang ein unvergessliches Event darzubieten. Viele nahmen teils enorm lange Wege auf sich, um dabeisein zu können und dem SRC die Ehre zu erweisen. Ein ausgeklügelter Turniermodus, perfekte Vollkasko-Betreuung praktisch rund um die Uhr, sowie ein aufwändiges Rahmenprogramm führten am Schluss zu einhelligen Feststellung der Gäste, die Messlatte sei für alle weiteren derartigen Turniere deutschlandweit wohl für sehr lange Zeit in unerreichbare Höhen geschraubt worden. Den sportlichen Part entschied Marcus Cycrynski vom befreundeten SC Bochum für sich, auch der Hauptpreis der Tombola, ein Retro-Bike, fiel an die Stadt mit dem Pulsschlag aus Stahl. Im offiziellen Teil würdigten 2. Bürgermeister Kiermair und der stellvertretende Landrat Steinberger die Verdienste des SRC Erding über drei volle Jahrzehnte. Beide betonten, dass die erbrachten Leistungen im Sportpark Schollbach aus dem Erdinger Sportgeschehen nicht mehr wegzudenken wären.
 
Alle Erfolge der letzten beiden Jahre und das gelungene Jubiläumsturnier konnten jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass ein inzwischen unübersehbarer Bruch im Mannschaftsgefüge zu Tage trat, der letztlich nicht mehr zu kitten war. Das sportliche Selbstverständnis einzelner Spieler bildete erst schleichend, später auch offen einen Gegensatz zu den primären Vereinszielen, für die der SRC seit jeher stand. In der Folge wechselte fast die gesamte 1. Mannschaft zur Konkurrenz, was einen grundlegenden Neuaufbau bei den Lizenzspielern erforderlich machte. "Back to the Roots" war die Devise in dieser Zeit. Mike Groß übernahm als neue Nr. 1 die Verantwortung, und ein wieder zum Leben erwachter Teamgeist sorgte dafür, dass auch in der Saison 2010 / 2011 trotz des personell gewichtigen Aderlasses zwei Mannschaften in der Senioren-Bayernliga bestehen konnten. Mehr als die Plätze 5 für Erding I und Platz 10 für Erding II waren unter ingesamt 11 Teams jedoch nicht zu erreichen.
 
Für den Start bei den anschließenden Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften war man, anderes als in den Vorjahren, diesmal auf eine Wildcard des Veranstalters angewiesen. Dessen Vertrauen wurde durch einen so nicht zu erwartenden 6. Platz unter 15 Teams mehr als nur gerechtfertigt. Maßgeblichen Anteil daran hatte Rückkehrer John Thornton, dessen Augsburger Team sich unmittelbar zuvor aufgelöst hatte. Es bedurfte nur eines kurzen Anrufs, und der SRC ermpfing seinen Ex-Leader mit offenen Armen an alter Wirkungsstätte. Der Engländer schweißte seine Mitstreiter Mike Groß, Holger Weber, Manfred Wiesbeck, Hans Neumaier, Bernd Altmann und Klaus Herold sofort zu einem schlagkräftigen Team innerhalb und außerhalb der Courts zusammen. Nach zwei Siegen gegen den alten Rivalen Cadillac Eschweiler und AC Dormagen, sowie zwei Niederlagen gegen den SC Colonia und dem Meister aus 2009 Black & White Worms kam es gegen die Hausherren ACR Köln zu dramatischen Spielverläufen, viermal mit dem besseren Ende für die Schollbacher. Gleichzeitig feierte der Partnerclub SC Bochum nach vielen Anläufen verdient seine 1. Deutsche Meisterschaft. Beim Feiern waren zwischen dem neuen Titelträger und dem bayerischen Sechstplatzierten keine Unterschiede auszumachen.


Für die folgende Saison 2011 / 2012 schmiedeten Thornton - nun wieder Teamleader der 1. Mannschaft - und Clubchef Klaus Herold neue Mannschaftsstrukturen. Der Straubinger Sascha Waas wurde aus seinem verfrühten Squash-Ruhestand geholt und erwies sich ohne Anlaufzeit als universell einsetzbar für beide Erdinger Senioren-Teams. Noch bedeutender war, dass sich den Erdingern mit dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler Wolfgang Rothbacher ein Spieler mit nicht nur für Seniorenligen besonderen Fähigkeiten anschloss. Rothbacher war eigentlich das Zweitbundesligateam der TBS-Sharks Augsburg gelistet, kam dort aber auf wenig Einsätze. Daher akzeptierte er mit Freude die Möglichkeit von vereinzelten Gastauftritten für Erding und bewies den neuen Kollegen mit excellenten Saisonergebnissen seine Stellung als Ausnahmespieler. Besonders deutlich wurde dies am letzten Spieltag, als man den alten und neuen Meister HSC Tutzing mit 4:0 schlagen konnte. Leider wurde vor allem die erste Mannschaft über fast die gesamte Spielzeit hinweg von Verletzungspech und Krankheiten verfolgt, sodass am Ende noch hinter dem SC Füssen "nur" den dritte Platz blieb. Erding Zwei verkaufte sich mit Platz sieben hingegen besser als erwartet.

Da Füssen über zuviele Spieler mit nichtdeutschem Pass verfügt, rückte der SRC Erding in Sachen Startberechtigung für die nun schon gewohnt anschließende Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterschaft automatisch nach. Aufgrund einer Regelwerksänderung mit viel zu kurzem Vorlauf meldeten beim ACR Köln nur elf Teams, was zu einer Konzentration sehr guter Spieler auf die startenden Teams führte. So gingen die Auftaktmatches gegen Turhalle Niederrhein und den SC Colonia verloren. Erst gegen den Erzrivalen Cadillac Eschweiler gelang ein trotziger 5:0-Erfolg. Ohne Wolfgang Rothbacher und Gabriel Kitzing entschied am zweiten Tag der HSC Tutzing den innerbayerischen Vergleich für deutlich für sich; Tutzing wurde in der Folge auch Deutscher Meister. Letztlich reichte es trotz des abschließenden Erfolgs gegen die symphatischen Neulinge Squash-Frösche Marburg nicht fürs Podest, verbesserte sich aber im Vergleich zum Vorjahr auf Platz vier.

Vorher noch starteten Bernd Altmann und Klaus Herold erstmals bei den Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften in Nürnberg. Während Altmann in seiner Altersgruppe Platz sechs erreichte, schaffte Herold völlig unerwartet Platz drei bei den ü50ern.